Ein Lifting Ihrer Augenbrauen kann vollständig ohne einen chirurgischen Eingriff vorgenommen werden. Stattdessen kommen unterschiedliche minimalinvasive Methoden zum Einsatz, die darauf abzielen, abgesunkene Augenbrauen anzuheben. Sie wirken dabei auf unterschiedliche Weise, etwa unmittelbar auf die Muskulatur der Augenpartie, auf die Struktur der Haut oder auch auf die Bildung von Kollagen.
Die verwendeten Techniken sind modern und innovativ und reichen von Fadenlifting über Botox bis hin zu Ultraschall. Sowohl die Wirkmechanismen sind unterschiedlich als auch die Dauer der Haltbarkeit. Die jeweils passende Behandlung hängt einerseits von Ihren individuellen Wünschen ab und andererseits von der konkreten Eignung.
Die Möglichkeiten des Fadenliftings
Das Fadenlifting basiert auf dem Einbringen von resorbierbarem Fadenmaterial direkt in das Unterhautfettgewebe. Dadurch werden die Augenbrauen auf mechanische Weise angehoben. Zusätzlich stimuliert das Verfahren die Produktion des körpereigenen Strukturproteins Kollagen, das mit zunehmendem Alter immer eingeschränkter gebildet wird. Dadurch ist die Haut weniger straff, was dazu führt, dass sich auch die Augenbrauen leicht nach unten senken. Durch das Fadenlifting wird das Gewebe wieder gestrafft, was ein Anheben der Augenbrauen nach sich zieht.
Das Resultat der Behandlung ist sofort deutlich sichtbar. Darüber hinaus verbessert es sich weiterhin in den nachfolgenden Wochen. Der Grund dafür ist die Regeneration des behandelten Gewebes. Ein Fadenlifting hält in etwa drei bis vier Monate. Das Resultat ist besonders natürlich und eignet sich primär für eher leichtere Erschlaffungserscheinungen.
Loop Lift (permanentes Fadenlifting)
Das Loop Lift stellt eine Weiterentwicklung des klassischen Fadenliftings dar und ist darauf ausgelegt, ein deutlich länger anhaltendes Ergebnis zu erzielen. Hierbei werden spezielle Fäden in Form eines geschlossenen „Loops“ unter der Haut verankert, wodurch eine stabile Hebewirkung entsteht. Diese Technik ermöglicht eine besonders präzise und nachhaltige Anhebung der Augenbrauen, da die Fäden nicht nur straffen, sondern durch ihre besondere Führung eine dauerhafte Stützkonstruktion bilden. Zusätzlich wird, wie bei anderen Fadenlift-Varianten, die körpereigene Kollagenproduktion aktiviert, was das Behandlungsergebnis langfristig unterstützt. Der Effekt hält deutlich länger als beim klassischen Fadenlifting und eignet sich besonders für Patientinnen und Patienten, die eine minimalinvasive, aber dennoch dauerhaftere Alternative suchen.
Anheben der Augenbrauen durch Botox
Der Einsatz des Nervengifts Botulinumtoxin (Botox) hat einen muskelentspannenden Effekt. Dadurch gelingt es, Ihre Augenbrauen in optischer Hinsicht erkennbar anzuheben. Die Methode funktioniert über das Injizieren unmittelbar in die Muskeln. Es werden gezielt jene Muskeln behandelt, die für das Absinken der Augenbrauen zuständig sind. Der Effekt ist ein leichtes Anheben der Stirnpartie inklusive der Brauen. Ihr Blick wirkt sowohl wacher als auch offener.
Das Ergebnis der nur wenige Minuten dauernden Behandlung zeigt sich in vollem Umfang nach rund einer Woche. Eine Botox-Behandlung hält durchschnittlich drei bis sechs Monate. Sie können den Eingriff in der Regel so häufig wiederholen, wie Sie wollen, ohne dass es für das Gewebe problematisch wird.
Botox ist besonders risikoarm und wird von vielen Menschen als sogenanntes Einspritzverfahren genutzt. Es baut sich mit der Zeit vollständig ab und benötigt aus diesem Grund regelmäßige Auffrischungen, falls gewünscht.
Die Wirkung von Hyaluronsäure
Ein Augenbrauenlifting ohne OP mittels Hyaluronsäure gilt als besonders schmerzarm. Die Säure wird als Filler eingesetzt mit dem Ziel, den Verlust von Volumen auszugleichen und dadurch ein optisches Anheben der Augenbrauen zu ermöglichen. Die Hyaluronsäure-Gel-Injektionen werden hierzu in den Bereich unterhalb der Braue gesetzt.
Der Effekt einer Behandlung mit Hyaluronsäure ist ein merklich frischeres Aussehen durch das Anheben der Brauen. Zudem können bei Bedarf dadurch auch kleinere Asymmetrien im Bereich der Augenpartien ausgeglichen werden.
Eine Hyaluronsäure-Behandlung dauert meist rund 20 Minuten und bietet Ihnen umgehend sichtbare Resultate. Der Effekt hält circa ein halbes bis ein ganzes Jahr, üblicherweise in Abhängigkeit von Ihrem individuellen Stoffwechsel und ebenfalls vom verwendeten Produkt. Sie können bei Bedarf den Einsatz von Hyaluronsäure mit anderen Methoden gut kombinieren, beispielsweise mit einer Botox-Behandlung oder auch dem Fadenlifting.
Chemisches Browlift mit Botox
Das chemische Browlift mit Botox nutzt gezielt den muskelentspannenden Effekt des Botulinumtoxins, um die Augenbrauen sichtbar anzuheben – jedoch mit einem besonders präzisen und differenzierten Ansatz. Hierbei werden ganz bestimmte Muskelpartien schwächer gestellt, die üblicherweise einen nach unten ziehenden Einfluss auf die Brauen haben. Das ermöglicht eine deutlich feinere Modellierung der gesamten Augenbrauenform als bei einer klassischen Botox-Behandlung, weshalb das chemische Browlift häufig für besonders natürliche, aber klar erkennbare Liftingeffekte eingesetzt wird. Der Effekt tritt nach rund einer Woche vollständig ein und hält drei bis sechs Monate an. Diese Methode eignet sich ideal, wenn kein Volumen aufgebaut werden soll, sondern ausschließlich ein muskulär bedingtes Anheben der Brauen gewünscht wird.
Anregung der Kollagenbildung durch Radiofrequenz (RF)
Die Methode Radiofrequenz basiert auf der Verwendung von hochfrequenten Radiowellen. Sie haben die Aufgabe, die Produktion des körpereigenen Kollagens nachhaltig anzuregen durch eine Erwärmung der tieferen Hautschichten. Dies führt zu einem Zusammenziehen von bereits bestehenden Kollagenfasern und in diesem Zusammenhang zur Neubildung von zusätzlichen Fasern. Der damit verbundene Effekt ist ein natürliches Lifting, basierend auf der Straffung der Haut.
Das schmerzfreie Verfahren zeigt seine Wirkung nach einigen Wochen. Durch die sukzessive Neubildung von Kollagen entfaltet sich die Wirkung insgesamt über einen Zeitraum von mehreren Monaten. Sie benötigen für einen sichtbaren Effekt mehrere Behandlungen. Radiofrequenz wird meist in Kombination mit einem anderen minimalinvasiven Verfahren eingesetzt. Auch als präventive Maßnahme zur Vorbeugung vor einem Absinken der Augenbrauen ist RF eine Option.
Die Funktionsweise von Ultraschall
Auch die Verwendung von Ultraschall, beispielsweise in Form der Methode Ultherapy, zählt zum Augenbrauenlifting ohne OP. Die Methode hat das Ziel, die tieferen Schichten der Haut zu stimulieren unter Anwendung einer kontrollierten Wärmeentwicklung. Dies wiederum sorgt für ein Ankurbeln Ihrer körpereigenen Kollagenproduktion mit der Folge einer Hautstraffung.
Für die Behandlung sollten Sie mit etwa 30 bis 60 Minuten rechnen. Der gewünschte Effekt zeigt sich im Verlauf mehrerer Wochen und ist nach circa zwei bis drei Monaten vollständig erreicht. Die Dauer der Haltbarkeit einer Ultraschallbehandlung beträgt ungefähr 18 Monate. Weitere Anwendungen verlängern das Ergebnis.
Ultherapy ist besonders sinnvoll, wenn es mit anderen Verfahren kombiniert wird. Das kann eine Botox-Behandlung sein oder auch die Gabe von Hyaluronsäure.
Die Wahl der passenden Methode
Die Entscheidung für eine Methode, die am besten zu Ihnen passt, basiert auf mehreren unterschiedlichen Faktoren. Wesentlich ist zunächst Ihr Alter und die gegenwärtige Beschaffenheit Ihrer Haut. Hinzu kommen Ihre individuellen Vorstellungen vom Ergebnis beziehungsweise vom konkret gewünschten Effekt. Sollten Sie beispielsweise ein muskulär bedingtes Absinken der Augenbrauen haben, ist meist Botox eine sinnvolle Wahl. Bei asymmetrischen Brauen oder einem bestehenden Volumenverlust kann ein genaues Modellieren mit Hyaluronsäure hilfreich sein.
Bei einem eher moderaten Heruntersinken der Augenbrauen ist das Fadenlifting geeignet. Sollte bereits eine beginnende Hautalterung vorliegen, kommen sowohl Ultraschall als auch Radiofrequenz infrage.
Meist ist eine Kombination aus mehreren Methoden besonders zielführend. Eine ausführliche fachliche Beratung hilft Ihnen dabei, die jeweils beste Lösung zu finden.

